Abschluss 1. Teil

Hallo!

Nach langer langer Zeit melde ich mich wieder hier auf meinem Blog. Ich habe ein bisschen Zeit für mich gebraucht bis ich meinen letzten Beitrag zu meinem Austauschjahr schreiben wollte. Ich hoffe ihr seid mir nicht allzu böse. Ich wurde tatsächlich schon sehr oft angesprochen, ob ich noch etwas schreiben werde. Es tut mir leid, dass ihr warten musstet. Gleichzeitig möchte ich mich bei euch bedanken, dass ihr so aufmerksam meine Beiträge gelesen habt. Ich war wirklich sehr überrascht wie viele Personen meinen Blog gelesen haben! Dankeschön!

Damit dieser Beitrag nicht hundert mal so lang wird wie die anderen Beiträge, werde ich den Beitrag in Teile teilen.

1.Teil: Mein Flug nach Hause

Meine Ankunft in Deutschland ist schon 79 Tage her. Ich beginne erst Mal mit meinem Flug. Am 24. Juni 2017 war ich noch mit allen anderen Austauschschülern meiner Organisation in Tokyo. Aufstehen ca. 5 Uhr, Busfahrt zum Flughafen, Flugtickets holen, Koffer abgeben und erst einmal Frühstück essen. Dies war mein letztes Essen in Japan und deshalb habe ich noch ein letzes mal mein Lieblingsessen gegessen. Udon! 

Busfahrt durch das graue Tokyo

Dann musste auch schon jeder zu seinem Abflug Gate. Wir Austauschschüler haben uns von den jungen Japanern, die uns beim Einchecken geholfen haben, verabschiedet und sind zur Sicherheitskontrolle gegangen.  

Obwohl wieder ein paar Deutsch dabei waren, hatten wir nicht denselben Flug. Ich bin mit einer Schwedin, einem Amerikaner und einem Deutschen zu unseren Gates gegangen. Die Sicherheitskontrolle hatte ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen, aber wir wollten noch etwas für unsere Familien zu Hause kaufen. Also sind wir noch schnell zu einem Geschäft im Flughafen gegangen, wo es leider sehr voll war. Ich habe Tokyo Banana und Matcha Kekse gekauft. Schnell habe ich allen Tschüß gesagt. Dann hieß es auch schon zum Gate rennen, da mein Flug um 11 Uhr abging. Plötzlich saß ich auch schon im Flugzeug. Am Fenster, neben mir ein Platz frei und dann ein Japaner, welchen ich erst für einen Ausländer gehalten habe. Mein Flug nach Düsseldorf ging fast 20 Minuten später los und mich überkam die Müdigkeit, die ich durch die ganze Aufregung verdrängt hatte. Den Start habe ich sogar fast verschlafen und wirklich verschlafen habe ich dann noch die erste Mahlzeit. Das Flugpersonal war aber sehr freundlich und ich habe dann noch schnell mein Essen bekommen. Die Stewardess sprach natürlich Englisch mit mir, jedoch war ich erstens so schläfrig und zweitens so Japanisch gewöhnt, dass ich nur Japanisch geantwortet habe. 

Den 12-Stunden Flug habe ich damit verbracht zu schlafen, essen und einen einzigen Film zu schauen (Der Film Kimi no na wa war echt super!). Spannend war für mich nur die Aussicht auf Sibirien (Wald, Wald, Wald) und Wolken mit Himmel. Die Fensterscheiben wurden automatisch verdunkelt, wie die getönten Autoscheiben bei wichtigen Leuten. Der traurige Moment von dem viele Ats berichten, habe ich gehabt als mir klar wurde, dass ich wirklich zurück fliege und als ich die Briefe meiner Gastfamilie, Freunde und Lehrer gelesen habe. Sie alle haben so viele liebe Dinge geschrieben, was mich echt berührt hat. Gelandet bin ich pünktlich um 16 Uhr in Deutschland, Düsseldorf. Wow! Deutscher Boden unter meinen Füßen. Der nächste Schock sollte gleich kommen. Erst mal wartete ich bis die gestressten Leute raus waren und nahm dann in Ruhe meinen Handkoffer und Rucksack. Dann kam die Stewardess auf mich zu und sprach mich nun mal auf Japanisch an. Sie hat sich gefreut, dass ich Japanisch kann und mir mein letztes Lob über mein Japanisch gegeben. Nach 3 Minuten quatschen, war ich die aller letzte im Flugzeug. Oh nein! Ich wollte mich doch immer an jemanden halten, damit ich weiß wo es lang geht!Na ja, irgendwie habe ich es ja doch geschafft die richtigen Wege zu finden. ich musste noch mal durch eine Sicherheitskontrolle und kam hier etwa der erste Kulturschock? Vor mir waren ältere Japaner, welche noch eine Wasserflasche im Rucksack hatten(aus dem Flugzeug). Sie wurden gleich von den zwei Deutsch angepflaumt, warum sie das nicht ausgepackt haben. Ich packte dann mein Zeug auf das Band und Oh! ich hatte doch auch die Flasche mit! Schnell noch aus meinem Rucksack gekramt und dem böse blickenden Mann in die Hand gegeben.  Ein kaltes Hallo kam noch, das wars, so war meine Treffen mit dem ersten Deutschen, herzerwärmend…nicht. Bis zu meinem zweiten Flug nach Berlin hatte ich ein bisschen Zeit, aber ich hatte mir erst total Sorgen gemacht, weil ich noch lange irgendwo warten musste, wo man nicht durchkam. Es stellte sich raus, dass ich ja noch richtig formal in Deutschland einreisen musste. Also noch kurz warten, den Ausweis zeigen und ich kam zum Glück schnell durch. Mein zweiter Flug war ein bisschen verspätet. Das Warten verging schnell, da ich halb am schlafen war, mich bei meiner Familie gemeldet habe und nach einem kurzen Nickerchen, mich fragte warum so viele Ausländer hier warten. Mein Gehirn hat eine Weile gebraucht, um zu begreifen, dass es normal ist in Deutschland Deutsche zu sehen…

Der Flug war für mich sehr Angst einflößend, da die Maschine so klein war und so gewackelt hat. Trotzdem konnte ich irgendwie schon wieder schlafen. Nach erfolgreicher Landung um ca. 19 Uhr konnte ich meine Koffer abholen. Das letzte Problem für diesen Tag war auch gleich geschafft. Wie sollte ich meine zwei großen Koffer und Handkoffer alleine mitnehmen? Klar denkt man sofort an einen Gepäckwagen, so auch ich. Welch ein Glück sah ich sie dort stehen, gleich neben dem Gepäckband. Zuversichtlich laufe ich hin und wollte mir einen schnappen, dann lese ich: eine Euro- oder Pfund-münze einwerfen. Wer zur Hölle hat denn nach einem Austauschjahr in Japan noch deutsches Geld bei sich??? Kann nicht wahr sein. Irgendwie habe ich es gemanagt die Koffer nach und nach in Richtung Tür zu schieben. Meine Familie wartete draußen und wir haben uns schon zugewunken. Dann endlich nach zehn Monaten konnte ich meiner Familie in die Arme fallen!  Endlich alle Anspannung verflogen und das Gefühl der Familienliebe in mir. Vielleicht fühl man dieses Gefühl erst, wenn man zehn Monate getrennt war. Jetzt begann das Leben wieder in Deutschland. Mit Angst und Freude auf das was kommt bin ich zurück.

Meine MAMA!

Den nächsten Beitrag zu meinem Leben in Deutschland (mit Schwierigkeiten?) lest ihr bald ^^

Liebe Grüße von eurer Lea

 

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