Reden auf Japanisch | Sportfest 2017

Mein Austauschjahr kommt langsam zum Ende… Es sind nur noch 4 Tage bis ich nach Tokyo fliege und 5 Tage bis ich zurück in Deutschland bin! Mein Herz ist irgendwie zweigeteilt. Auf der einen Seite freue ich mich auf Deutschland und alle wieder in die Arme zu nehmen und in meinem eigenen Bett zu schlafen, aber auf der anderen Seite will ich am liebsten hier bleiben und weiterhin zur Schule gehen und bei meiner Gastfamilie wohnen. Die eine Hälfte muss ich wohl hier in Japan lassen.

In den letzten Wochen bzw Tagen habe ich sehr viel unternommen! Ich habe seit einem Monat nicht mehr ausgeschlafen und bin demnach auch immer müde und in letzter Zeit echt erschöpft. Ich habe auch wieder Halsschmerzen bekommen, da ist es wohl auch gut bald wieder zurück in Deutschland zu sein wo ich mich erholen kann 😀 

Ich war am 10. Juni mit einigen aus meiner Klasse zu einem Schulfest bei einer anderen Schule in Shimonoseki. Darüber war ich ganz froh, da ich mein Schulfest nicht mit erleben kann. Allerdings dachte ich es wäre mehr los auf so einem Schulfest, da japanische Schulfeste immer so gelobt wurden. Es gab ein paar Vorstellungen von verschiedenen Klubs. Wir haben uns die Band der Schule angesehen und auf meinen Wunsch hin noch die Kalligraphie Vorführung. Das war auf jeden Fall sehenswert! Sonst gab es eigentlich nur Essensstände die von den Schülern gemacht wurden. Danach sind wir nur noch in Shimonoseki zum Einkaufszentrum gefahren haben was gegessen und Purikura gemacht. Dann habe ich leider ungewollt alle etwas geschockt, in dem ich ein Purikura Foto auf Instagram hochgeladen habe. Auf diesem Bild war ein Symbol was für die buddhistischen Tempel in Japan steht, aber was man  schnell mit dem Hakenkreuz verwechselt.  Auf Google maps gibt es die übrigens auch noch zu finden. Beim hochladen habe ich darüber leider nicht viel nachgedacht also hier noch Mal Entschuldigung! 

Am nächsten Tag war Sonntag und da sind meine Freunde früh zum Gottesdienst meiner Gastfamilie gekommen. Die Schüler an meiner Schule müssen ein paar Mal im Jahr zum Gottesdienst gehen, da es ja eine christliche Schule ist. Danach sind wir nach Shimonoseki zur Wohnung einer meiner Freundinnen gefahren. Bei ihr war ich schon ein Mal ^^ Dieses Mal haben wir auch wieder viele Süßigkeiten gegessen und zusammen Spiele gespielt und Mal wieder Horrorfilme geschaut 😀 

Die letzten Wochen waren für mich sehr herausfordernd. Wie ich schon erwähnt habe sollte ich zwei Reden und eine Präsentation auf Japanisch machen. Der Termin wurde immer wieder nach vor verlegt, sodass ich kaum Zeit hatte. Ich habe es letztendlich irgendwie mit der Hilfe meiner Gastmutter geschafft! Mein Lehrer hat mir nicht gerade viel geholfen, aber er ist auch echt beschäftigt. Die Lehrer in Japan bleiben übrigens meistens alle noch bis 19 Uhr oder länger in der Schule. Am 8. Juni war meine Rede in der Universität zum Gottesdienst. Diese Rede ging etwa 10 Minuten und ich habe über mein Leben an der japanischen Schule und in der Gastfamilie geredet und noch erzählt wie mein Interesse an Japan begonnen hat. Da habe ich auch noch Mal meinen Senpai (älteren Schüler) vom Teezeremonie Club getroffen! Ich habe mich so gefreut dass sie auch gekommenen ist ^^ 

Meine zweite Rede war meine Abschlussrede in meiner Schule zum Gottesdienst frühs. Diese ging auch ca. 10 Minuten. Mein Lehrer dachte ich mache die selbe Rede noch Mal, aber ich habe diese Rede ganz anders geschrieben und bin froh wie gut sie angekommen ist. Viele kamen danach zu mir und haben mir gesagt, dass die Rede rührend war ^^ Viele andere haben da erst realisiert, dass ich Japanisch reden kann und haben plötzlich angefangen mit mir zu reden. Ich war glücklich, dass ich die zwei Reden geschafft habe. Ich habe wirklich bis ein Tag vorher noch geschrieben und demnach auch viel abgelesen, aber so hart habe ich noch nicht an sowas gearbeitet. Ich saß echt jeden Tag mit meiner Gastmutter bis Mitternacht zusammen und haben auch während dem Unterricht geschrieben. Ich habe mich aber sehr schnell verbessert. Die Fehler die meine Gastmutter anstrich wurden immer weniger, was mich motiviert hat. Aber nach dem die zwei Reden geschafft hatte, war meine Motivation realativ vorbei und dabei hatte ich noch eine 40 Minuten Präsentation am 14. Juni vor mir. Ich habe mit meinen Lehrer geredet und wir haben uns darauf geeinigt, dass die Präsentation 30 Minuten geht. Die Präsentation habe ich nach dem Unterricht gehalten und bis früh noch dran gearbeitet 😀 Mein Lehrer hat alles gefilmt und mir wird es später irgendwie gegeben, aber auf YouTube auf dem Kanal meiner Schule ist auch schon die Hälfte zu sehen. Wenn ich in Deutschland bin, habe ich hoffentlich Zeit Untertitel für euch hinzuzufügen. Bei der Präsentation wurden mir danach noch fragen gestellt, sogar mein Schulleiter war dabei! Ich bin jetzt glücklich es geschafft zu haben!

Der Rest der Woche war auch anstrengend, denn es war Übung für das Sportfest am 17. Juni. Es war (zum Glück) sehr sonniges warmes Wetter​. Keiner ist ohne Sonnenbrand nach Hause gegangen 😀 Mein Gastbruder ist einfach so unglaublich braun geworden, sieht aus wie angemalt xD Japaner benutzen aber Sonnencreme ohne Ende, da sie im Gegensatz zu Deutschen weiß Haut haben möchten. Das Üben war wirklich anstrengend und für meine Senpai ist es das letzte Sportfest gewesen, weshalb sie alles geben wollten. Das hieß wir haben zusammen nach Übungsende noch weiter geübt und sind demnach spät nach Hause gekommen. Jeder was total fertig. Dieses Jahr wurde, dass Sportfest nur von Schülern organisiert und mein neuer Schulleiter ist Sportlehrer weshalb er auch mehr Wert auf das Sportfest legt. Es war dieses Jahr wirklich nicht Mal viel besser als das letztes Jahr!! Die Klassen wurden zu rot und blau aufgeteilt. Meine Klasse war Blau! Ich habe bei zwei Spielen teilgenommen und dann bei Tauziehen wo alle mitmachen. Ein Spiel hieß C4H4, dass würde zu viert gemacht. Zwiebeln Schüler vorn und zwei hinten und in der Mitte wurden die Füße zusammen gebunden. Dann sollte man Rennen, was wirklich sehr schwer ist!! Dann gab es noch ein Spiel welches Kibasen hieß.  Übersetzt heißt es Reiterkampf. Das Spiel macht man auch wieder zu viert. Drei Schüler stehen unten und ein Schüler ist oben, das versteht man wohl erst wenn man ein Foto sieht und der obere Schüler hat einen Hut auf. Die Hüte muss man versuchen von den anderen wegzunehmen. Ihr glaubt nicht wie brutal japanische Mädchen sind! Das Spiel war nur für Mädchen und es gab trotzdem viele verletze! Kein Wunder bei dem was uns unsere Senpai gesagt haben: Es gibt nur Regeln für die oben, aber unten könnt ihr alles mögliche machen. Ich war unten ganz vorne und musste da sehr drängeln und schubsen xD Dank des vielen Übens haben wir tatsächlich gegen Rot gewonnen! Meine Senpai haben sogar geweint vor Freude! 

Dieses Jahr haben das rote und blaue Team richtig gekämpft. Das heißt richtig angefeuert so nach dem Motto wer ist lauter 😀 und es gab auch von jedem Team eine Performance. Hier seht ihr noch ein Bild meiner Klasse und darunter ein Foto was wir nach dem Üben gemacht haben.

Nach dem Sportfest bin ich mit meinen Freunden nach Hause gegangen und wir haben noch Purikura aufgenommen, aber wir waren alle so kaputt, dass unser Kopf/ Verhalten auch sehr komisch geworden ist. Wenigstens hatten wir noch Mal richtig Spaß! Fast hätte ich es vergessen! Jede Klasse hat noch Shuudankoudou gemacht, also das was wie beim Militär aussieht. Ich denke meine Schule hat auch davon ein Video gemacht, weshalb ich Mal abwarte ob sie etwas auf YouTube hochladen. Die anderen Klassen war echt gut! Meine Klassenstufe hatten nur etwas mit den Armen gemacht, was an Buddha erinnern sollte. Hat nicht wirklich gut geklappt. 

Mein Beitrag ist schon wieder sehr lang geworden… Zwischendurch schon Mal ein Danke fürs Lesen! 

Sonntag hätte ich am liebsten lange geschlafen, aber es war ja Gottesdienst und wie jeden Tag ist es so warm, dass ich gar nicht mehr lange schlafen kann. Es war mehr oder weniger der Tag wo ich das letzte Mal was mit meiner Gastfamilie unternehmen konnte. Ich habe mir gewünscht zum Spaceworld zu fahren. Das ist der Freizeitpark wo ich letztes Jahr schon Mal war, aber nicht mehr als eine Achterbahn gefahren bin da meine erste Gastfamilie kein Fan davon war. Meine jetzige Gastfamilie mag Achterbahnen aber so wie ich! Leider ist es dieses Jahr immer sehr voll, da der Freizeitpark dieses Jahr schließen wird! Mit meinem Gastbruder bin ich immer ganz vorne gefahren 😀 Die beste Achterbahn war sehr kurz, aber die beschleunigt von Anfang an auf 130 km/h. Man wird in den Sitz gedrückt und dann geht’s weiter nach oben, dass macht echt Spaß! Der Tag war auf jede Fall sehr lustig! 

Heute ist Schulfrei, da wir am Samstag Sportfest hatten. Deshalb hat sich meine ganze Klasse in Moji getroffen und wir sind zusammen Shabushabu essen gegangen. Man wählt zwei Soßen und in diese kann man alles mögliche reinlegen, wie Gemüse und Fleisch und es schmeckt richtig gut! Wir haben so viel gegessen! Ich bin jetzt noch voll 😀 

Danach ist eine Gruppe nach Hause gefahren, eine Gruppe zum Karaoke gegangen und eine Gruppe zum Bowling gegangen. Ich bin nach Hause gegangen, da meine Geld etwas knapp geworden ist 😮 In Tokyo werde ich sehr viel brauchen und es kam auch noch die Gesundheitsversicherung dazu und am Mittwoch werde ich einen oder zwei meiner Koffer schon nach Tokyo zum Flughafen senden. Trotzdem hatte ich heute noch Mal viel Spaß und jetzt habe ich nur noch zwei Tage in der Schule! Letzte Woche habe ich schon ein paar Fotos mit meinen Lehrern gemacht ^^ 
Bis zum nächsten Beitrag! Mal sehen wo ich dann bin! 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s