Jugendcamp in Kyoto und Ferienende 

Hallo hier bin ich Mal wieder! 

Inzwischen sind meine Ferien schon vorbei und das neue Schuljahr hat begonnen. Ich bin jetzt offiziell 11. Klasse, also die 2. Klasse der Senior High School. 

Meine Ferien sind genau wie in Deutschland sehr schnell vergangen. Ich habe leider nicht viel mit meinen Freunden unternommen. Ich war nur ein Mal mit meiner Freundin Runa im Kino und wir haben den neuen Film von SAO (Sword art online) angeschaut. Ich kann den sehr empfehlen ^^ 

In der zweiten Ferienwoche hat mich meine Gastfamilie mitgenommen zu einer Art Jugendcamp für Christen. In meiner Familie sind ja alle Christen und ich war dann die einzige die keine Christin ist 😀 Ich glaube ich werde mich nie an die Gebete vor jedem Essen gewöhnen und während dem Camp haben wir circa. 10 Mal am Tag gebetet. Das war für mich sehr ungewöhnlich. 

Am Montag sind wir abends auf einem Schiff nach Kobe losgefahren. Die Fahrt hat zwölf Stunden gedauert, aber da wir über Nacht gefahren sind verging die Zeit recht schnell. Wir haben nur Abendbrot gegessen, geschlafen, Frühstück gegessen und schon angekommen. Geschlafen haben wir in einem Raum für mehrere Frauen. Das gibt’s in Europa wahrscheinlich nicht. Es war auch sehr ungewöhnlich für mich auf dem Boden auf einer dünnen Matte zu schlafen. Es war aber auch viel billiger als ein Zimmer zu nehmen und für eine Nacht fande ich es auch nicht schlimm. So sah es aus:

In Kobe angekommen würden wir von anderen Bekannten im Auto mitgenommen in Richtung Kyoto. In der Nähe von Kyoto war das Camp. Es ist eigentlich wie in Deutschland mit kleinen Holzhäusern mit mehreren Zimmern, wo man in Doppelstockbetten zu acht Platz hat. Es sollte eigentlich noch ein Mädchen aus Amerika kommen, aber sie ist krank geworden. Dadurch hatte ich wie immer nur Japaner um mich. Zum Glück kann ich inzwischen gut in Japanisch kommunizieren, so dass ich normal mit Eingebung wurde. Normal wird man als Ausländer allerdings nie behandelt. 

Was haben wir während dem Camp gemacht? Es gab fast genauso viele Betreuer wie Jugendliche, weshalb auch immer zwei Betreuer mit in einem Zimmer geschlafen haben. Wie schon gesagt wurde ständig gebetet, beim Aufstehen, Frühstück, Mittag, Abendessen, vor dem Schlafen und noch öfters zwischendurch. Es gab ein kleines Sportfest, wo wir in Teams zufällig aufgeteilt wurden und verschiedene Spiele gemacht haben. Das war teilweise nichts mit Sport, zB. etwas zeichnen und einer muss Raten usw.  Abends gab es immer einen langen Gottesdienst, wo ich eigentlich nichts verstanden habe. Danach wurde diese Rede im Zimmer beredet und mir wurde es auch versucht zu erklären. Das war ziemlich schwierig, bis wir gemerkt haben, dass ich das schon alles weiß, weil wir viel zu Christentum schon in der Schule gelernt haben. In Japan gibt es keinen Unterricht zu Religionen! Sie wissen absolut nichts über igendeine Religion. Ich wurde folgendes gefragt: „Wenn ihr über Christentum was lernt, wieso seid ihr dann nicht alle Christen?“. Das war eine extrem komische Frage… Als ich gesagt habe, dass ich es zB. einfach nicht glaube gab es großes Staunen 😮 Vor dem Schlafen unterhielten wir uns noch und haben Spiele gespielt, aber leise da unsere Betreuerin schon schlafen wollte xD Dabei haben alle viel über Deutschland gelernt 😀 (Worüber alle Staunen ist, dass Sonntags alle Geschäfte geschlossen sind.) 

Es gab noch einen Tag wo wir wählen konnten zwischen Sport, Englisch und Musik machen. Ich habe Sport gewählt und da haben wir Basketball und Fußball gespielt. Am letzten Tag wurden wir in Gruppen je nach Wissen über Christentum eingeteilt. Ich wurde mit einem ganz neuen Mitglied in eine Kirche in eine Gruppe ein geteilt, wo wir auch schnell gemerkt haben dass ich alles schon wusste. Der Junge, aber wusste eben fast noch nichts, wofür die Betreuer ja da waren, aber er hat nur Schokolade gegessen und halb geschlafen… Ich habe nur wenige Freunde gefunden für die drei Tage eben. Ich konnte echt viel reden, was mich sehr gefreut hat. Also es war eine gute Erfahrung. Hier ein paar Bilder: 

Meine Zimmermitglieder: (unter anderem meine Gastschwester-links)

Hier ist ein Gruppenbild:

Abends während dem Gottesdienst wurden natürlich auch Lieder gesungen, aber nicht mit Orgelmusik, wie man sich das in Deutschland vorstellt, sondern mit Gitarren, Schlagzeug und Bass 😀 

Bevor wir nach Hause fuhren haben wir (meine Gastmutter, Gastschwester und ich) noch eine Nacht in Kobe in verschiedenen Häusern von Freunden verbracht 😀 Da durfte ich noch die Amerikanerin kennen lernen, die mir aber nicht sehr sympathisch war. Sie hat fast nichts gesagt und nur auf ihr Handy gestarrt und was ich sehr unhöflich fande, dass sie einen winzigen Rest Essen auf ihrem Teller lässt… So wenig dass sie auf jeden Fall hätte essen können. 

Naja wir sind dann jeden Falls den letzten Tag noch Mal nach Kyoto gefahren!! Leider hatten wir kaum Zeit 😦 Aber wir sind zu einem Kimono-Verleih gegangen und mein Gastschwester und ich haben einen getragen. Den Kimono durften wir selbst aussuchen und ich habe mich dieses Mal für Rot entschieden. Dann sind wir, meinem Wunsch nach, zum Kinkakuji gefahren mit Zug und Taxi. Ich wurde im Kimono von allen noch mehr angestarrt, obwohl es in Kyoto doch mehr Ausländer geben müsste? Der Kinkakuji ist ein buddhistischer Tempel und ist von außen ganz Golden. Das sieht echt wunderschön aus!! Wir hatten aber noch Pech mit dem Wetter, es hat nur geregnet! Ich war trotzdem unendlich glücklich endlich in Kyoto zu sein! Das war ein Traum! Ich werde irgendwann noch Mal nach Kyoto gehen und mir alles anschauen! Die Stadt an sich sah auch schon schön aus ^^ 

Ich hoffe ich habe heute nicht zu viele Rechtschreibfehler gemacht. Ich werde jetzt gleich schlafen, da die Schule wieder angefangen hat(seit Freitag) und ich zeitig raus muss. Die letzten Tage haben die Kirchblüten geblüht, aber darüber werde ich später noch etwas schreiben. 

Bis bald ^^ 

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