Hiroshima und Miyajima

Am Sonntag (12.03.) bin ich mit meiner Gastfamilie nach Hiroshima gefahren! 

Wir sind um 6 Uhr aufgestanden, da waren natürlich alle müde! Ich habe nur 5 Stunden geschlafen, weil ich Nachts noch das Karaoke-Video geschnitten habe. Um 7 Uhr sind wir los gefahren und die Sonne war schon aufgegangen. Im Auto haben wir den Anime One punch man angeschaut. Dadurch verging die Zeit wirklich schnell! Zur Mittagszeit sind wir in Hiroshima angekommen und ich war irgendwie total aufgeregt! In Deutschland habe ich eine Vortrag zu Hiroshima und Nagasaki gehalten und immer nur Fotos im Internet gesehen. Es ist unglaublich plötzlich davor zu stehen! Meine Gastmutter kennt sich in Hiroshima aus, da sie früher für vier Jahre in Hiroshima zur Universität ging. Für meine Gastgeschwister war es aber auch das erste Mal in Hiroshima!

Als erstes sind wir zum Genbaku Domu (Atombombenkuppel) gegangen. Ich denke davon hat jeder schon Mal ein Foto gesehen, da es bekannt ist. Das Gebäude war nicht weit von der Atombombenexplosion entfernt. Alle Menschen darin sind gestorben, aber ein paar Reste des Gebäudes sind stehen geblieben. Das ist echt beeindruckend, denn die Druckwelle der Atombombe war sehr stark! Touristen waren recht viele da, auch viele Ausländer, was ich gar nicht gewöhnt bin. Es war für mich ein seltsames Gefühl, dort zu stehen wo vor ein paar Jahren alles zerstört wurde. Selbst die nicht blühenden Bäume um das Gebäude haben einen traurigen Eindruck gegeben. Ich zeige euch gleich Mal Fotos des Genbaku Domu.

Wir sind dann nur über eine Brücke in der Nähe gelaufen und kamen schon im Friedenspark an. Da wollte ich vor allem ein Denkmal unbedingt sehen und zwar das Kinderfriedensmonument. Diese Statue hat eine schöne/traurige Geschichte, welche ich schon ein Mal erwähnt habe in den Beitrag als ich in Nagasaki war. Die Statue ist Sadako Sasaki gewidmet. Sie war ein 12-jähriges Mädchen und ist auch an an den Folgen der Atombombe gestorben. Vor ihrem Tod hat sie über 1 Tausend Origami-Kraniche gefalten, denn dann würde sie nach einer Legende einen Wunsch erfüllt bekommen. 

Was man von außen nicht sehen kann, ist eine Glocke die sich innerhalb der Statue befindet. Diese Glocke läutet man und gedenkt an Sadako Sasaki. 

Man hat übrigens viele japanische Reisegruppen gesehen und was mich überrascht ist, dass viel mehr junge Leute an solchen Reiseführungen teilnehmen! Ich finde in Deutschland sieht man nicht so viele junge Menschen als Touristen.

In dem Friedenspark befindet sich noch das Kenotaph und die Friedensflamme. Das Kenotaph dient auch als Erinnerung an die Opfer, wie eigentlich fast alles in den Friedenspark. Ich erinnere mich noch daran, dass es eine Liste dort geben soll wo die Namen der Opfer drauf stehen sollen und diese auch immer aktuell gehalten wird. 

Wir sind dann noch ein Stück weiter gelaufen. Es gibt noch das Friedensmuseum, aber da ich schon in Nagasaki in dem Museum war sind wir da nicht noch Mal reingegangen. Ich habe gehört es soll genau dasselbe​ ausgestellt sein. Wir haben uns noch den Brunnen der Gebete und die Statue von Mutter und Kind im Sturm. Der Brunnen soll den Durst der verwundeten Opfer löschen. 

Bevor wir mit dem Auto weiter gefahren sind, wollte meine Gastfamilie noch mit der Straßenbahn fahren. In Japan sind Straßenbahnen sehr selten. Ich habe sie nur in Nagasaki und Hiroshima gesehen. Unterscheidet sich nicht viel von den Deutschen, aber in der Stadt sind einfach viel mehr Berge! 

Zum Mittag haben wir Okonomiyaki gegessen. Die Japaner denken fast immer nur ans Essen wenn sie in eine andere Stadt fahren, weil in jeder Stadt ein Gericht sehr gut schmecken soll. Das Okonomiyaki von Hiroshima soll auch anders sein als das normale, aber ich habe nicht wirklich einen Unterschied bemerkt 😀 Es schmeckt echt lecker! 

Nach dem Essen sind wir ca. eine Stunde bis nach Miyajimaguchi mit dem Auto gefahren. Von da aus fuhren wir mit einer Fähre auf die Insel Miyajima. Diese Insel ist so wunderschön!! Da gutes Wetter war konnte man alles schön sehen! 

Warum sind wir nach Miyajima gefahren? Es gibt da einen besonderen Schrein (Itsukushima-Schrein), welcher meistens im Wasser steht. Das Torii ist sehr bekannt, da es sehr selten ist dass es so im Wasser steht. Leider war ausgerechnet an dem Tag das Wasser nicht da, sodass alles trocken stand. Trotzdem konnten wir an dem Torii sehen wie hoch das Wasser normalerweise steht. Es ist echt unglaublich schön, wenn man davor steht! Man kann uns kaum sehen auf dem Foto 😀 Auf der Insel waren viele freilaufende Rehe. Man soll sie nicht füttern, aber das braucht man wahrscheinlich auch echt nicht. Die Rehe holen sich selber aus Rucksäcken und Beuteln essen raus. Also wenn man nicht aufpasst ist plötzlich das Essen weg. Wir haben Rehe gesehen die einen ganzen Kinderwagen (ohne Kind) auseinander genommen haben, aber kein Japaner zuckt sich. Sie rufen nur Oh mein Gott! Was machen wir jetzt nur?  und gehen weiter. 

Also normalerweise würde man im Wasser stehen. Da das Tor aus Holz ist hoffe ich es halt noch so lange wie möglich durch! Es ist einfach zu schön! Der dazugehörige Schrein war natürlich auch sehr schön. Ich weiß immer noch nicht, ob es nun erlaubt war Fotos von dem Schrein zu machen oder nicht, aber ich habs einfach gemacht. 

Für mich ist es immer noch nicht normal zu einem Schrein zu gehen. Ich bin jedes Mal genau so beeindruckt, als ob ich das erste Mal einen Schrein in meinem Leben sehe! Jeder Schrein sieht aber auch ein bisschen anders aus und mir gefallen die Orange/Rot – gefärbten Schreine am Besten! 

Wenn ihr aufgepasst habt, konntet ihr hinter dem Schrein eine Art Turm sehen. Da habe ich mein Gastschwester überredet auch noch hin zu gehen, da sie keine Lust mehr hatte. Es hat sich gelohnt diese hundert Treppenstufen hoch zu laufen. Warum müssen die Japaner auch überall Treppen bauen? 

Ich habe es auch endlich geschafft ein Bild mit meinen Gasteltern zu machen! Das war mein Ziel für den Tag 😀 Sonst werde ich immer nur mit meinen Gastgeschwistern fotografiert. Meine Gastväter sind sowieso nicht so an Fotos machen interessiert. Ich hoffe euch haben die Fotos bis jetzt gefallen! 

Auf dem Weg nach Hause haben wir noch in einer kleinen Stadt angehalten und in einem berühmten Restaurant gegessen. Das war extrem teuer! Aber ich glaube in Deutschland wäre das normal… Es hat wieder sehr gut geschmeckt ^^ Das Restaurant hatte auch noch einen kleinen Schrein und Abends waren viele kleine Lichter angeschaltet. Man hat sich wie mitten im Wald gefühlt.

Hier ist das Ende dieses Beitrags. Bis ich nach Hause fliegen muss sind es nur noch 99 Tage!! Ich weiß nicht ob ich mich freue oder traurig bin :/

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