Setsubun-Frühlingsanfang || Teezeremonie & meine Senpai

Der wichtigste Tag diese Woche war der Freitag (3.02.). Am Freitag war in Japan Setsubun, was der Frühlingsanfang nach dem Mondkalender ist. Ein paar meiner Klassenkameraden haben in die Schule mame mitgebracht und gegessen. Mame sind soweit ich es verstanden habe, geröstete Sojabohnen. Es gibt sie auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Das eigentliche fände bei jedem abends zu Hause statt. Meine Gastfamilie hat auch Mame und Erdnüsse gekauft. Dazu gab es auch zwei Masken. Eine sollte die Dämonen/böse Geister (Oni) darstellen und die zweite Maske zeigt das Glück/Wohlstand (fuku)

Mein Gastvater hat die „böse“ Maske aufgesetzt und mein Gastbruder die „gute“ Maske. Wir haben dann beide mit den Erdnüssen beworfen und dabei gerufen „Oni wa soto! Fuku wa uchi“ . Soto bedeutet draußen und uchi heißt Haus. Also sollen die Dämonen sozusagen raus und das Glück herein. 

Zum Abendessen haben wir Ehomaki gegessen. Das sind Sushi Rollen wie man sie in Deutschland kennt, aber diese sind mit Zutaten gefüllt die man sonst nicht nimmt und noch ein Stück größer als gewöhnlich. Die Ehomaki soll man in eine bestimmte Richtung essen damit es Glück bringt. Dieses Jahr war diese Richtung Nord-nordwest. Dabei muss man die ganze Rolle essen ohne abzusetzen. Das ist für jemanden wie mich unmöglich 😀  

Diese Woche hatte ich zwei Mal Teezeremonie Club. Ich habe mich darüber gefreut weil es einfach Spaß macht. Am Dienstag hatte die 3. Klasse (12.Klasse) ihren letzten Schultag, deshalb kamen sie noch ein Mal alle zum Club. Es waren sogar welche da die ich vorher noch nie gesehen habe 😮 In der letzten Woche haben die Clubmitglieder kleine Briefe geschrieben für unsere  Senpai (ältere Schüler). Ich habe auch für jeden etwas geschrieben obwohl ich nicht alle kannte xD Diese Briefe haben wir für jeden auf ein Poster geklebt und dann am Dienstag überreicht. Wir haben natürlich auch wie immer grünen Tee gekocht und Süßigkeiten verteilt. Es wurden auch wieder viele Fotos gemacht. 

Seit letzter Woche kommt nun auch aus meiner Klasse das Mädchen zum Club. Da im Teezeremonie Club keine 2. Klässler sind, sondern fast nur Erstklässler der Junior high school, bin ich mit meiner Freundin die älteste. Das heißt sie ist nun Senpai. Ein Senpai ist der ältere Schüler, der den jüngeren etwas beibringt. Die jüngeren Schüler werden Kouhai genannt. Der Respekt den die jüngeren Schüler den älteren Schülern entgegen bringen ist das Gegenteil von Deutschland. Sie verwenden immer die höfliche Sprache und manchmal trauen sie sich gar nicht die älteren anzusprechen. Das habe ich auch schon selbst bemerkt aber bei mir kommt ja noch dazu, dass ich Ausländer bin. Ich habe doch schon Mal von dem Wochendienst erzählt, wo man zu zweit nach der Schule durch die Klassenräume gucken muss ob alles in Ordnung ist. Meine Freundin mit der ich das gemacht habe, hatte immer Angst in das Klassenzimmer der älteren zu gehen und war total aufgeregt! Das ist echt ungewöhnlich. Also um zum Dienstag zurück zu kommen, es war wirklich lustig und ich habe auch Mal wieder viel reden können. Nach dem Club wollten manche noch in das Einkaufszentrum am Bahnhof um Purikura auf zunehmen. Ich bin auch mitgegangen, da ich mit drei meiner Senpai so gut klar gekommen bin! Auf dem Weg haben wir uns gut unterhalten und ich hab Enoch viel über jeden erfahren wie zB über die Familie, auf welche Universität sie gehen wollen usw. Das sind ein paar der Purikura die wir gemacht haben ^^ 

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