Nagasaki – Erinnerungen an 1945

​Heute wurde ein Wunsch von mir erfüllt! Meine Gastmutter und meine Gastschwester sind mit mir nach Nagasaki gefahren!! Ich hatte erzählt, dass ich in Deutschland bei meiner komplexen Leistung über Hiroshima und Nagasaki geschrieben habe und da meinte meine Gastmutter plötzlich „lass uns hin fahren!“. Juhuu! 

Mit dem Auto braucht man 2,5 bis 3 Stunden. Auf der Hinfahrt habe ich Kanji gelernt, da ich bis morgen 11 lernen soll. Das Problem ich kann bis jetzt nur drei :/ Als wir in Nagasaki angekommen sind, war ich unglaublich glücklich! Es ist unglaublich spannend in dieser Stadt zu sein! Ich erinnerte mich an die traurige Vergangenheit und an die Bilder die ich in Deutschland im Internet gefunden habe. Jetzt sehe ich diese Bilder live vor mir! 

Zuerst sind wir in das Atombomben Museum gegangen, von dem ich in Deutschland auch erzählt hatte. In dem Museum war alles in verschiedenen Sprachen erklärt, aber für mich war nur Englisch zu verstehen. Ich habe viel mehr erfahren. Ich habe heute auch mehr Ausländer gesehen. Heute kam es mir aber seltsam vor. Es ist für mich schon ungewohnt Ausländer zu sehen, ich bin nur noch Japaner gewöhnt 😀 Zurück zum Thema. Die Atombombe sollte ja erst über Kokura abgeworfen werden. Kokura ist in Kitakyushu und ich wechsel jeden Tag meinen Zug zur Schule in Kokura. Wie jeder weiß, wurde das Ziel wegen schlechtem Wetter (also viel Rauch) geändert. Meine Gastmutter hat mir erzählt, dass die Firma meines Gastvaters damals vieles verbrannt haben, als sie von Hiroshima erfahren haben. Sie wussten, dass sie die nächsten sein könnten und haben deshalb viel Rauch gemacht. Das wurde meinen Gasteltern von einem alten Mann der Firma erzählt. Dafür gibt es aber keine Beweise. Ich finde es so interessant, was man noch alles erfährt! In dem Museum waren viele Fundstücke ausgestellt und die Atombombe wurde nachgestellt. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Meine kleine Gastschwester hat Angst bekommen in dem Museum. Verständlich, da viele Fotos und Filme gezeigt wurden, wo man die ganzen Auswirkungen der Atombombe sehen konnte.

Danach sind wir zum Friedenspark gelaufen. In diesem gibt es viele Statuen, die an die Opfer gedenken sollen. Die Friedensstatue ist ca. 10 Meter hoch und am 9. August findet da auch immer eine Veranstaltung statt, wegen dem Atombombenabwurf. Ich fande diese Statue beeindruckend! Endlich stand ich davor und gucke sie nicht nur im Internet an.

Bis zu diesem Ort haben wir zwischendurch Origami Kraniche gesehen. Ich weiß nicht wer von euch die Geschichte von dem Mädchen mit den 1000 Kranichen kennt, deshalb verlinke ich hier mal die Geschichte. 
Nachdem wir durch den Friedenspark gelaufen sind, fuhren wir mit dem Auto genau ans andere Ende der Stadt. Ich habe mir vom Fenster aus die Stadt angesehen. Man sieht keine Spuren mehr von dem Atombombenabwurf. Es ist echt alles wieder neu errichtet und es gibt auch viele neue Gebäude. Es sieht eben aus wie überall in Japan.  Also meine Gastmutter wollte mir noch etwas zeigen, wo viele Japaner hinfahren, meinte sie. Wir haben uns die Häuser von berühmten Briten angeschaut, die da gelebt haben. Der Ort heißt „Glover Garten„. Der Mann der da gelebt hat hieß Thomas Blake Glover und er hat seine Firma in Japan gegründet. Er ließ das erste Haus in westlichen Stil in Japan bauen. Ich vermute, dass noch weitere Briten dort gewohnt haben, da es verschiedene Häuser gab. Mir wurde nach dem ersten Haus leider schnell langweilig. Westliche alte Häuser sind vielleicht für Japaner interessanter. Meine Gastmutter wollte sich noch drei weitere Häuser anschauen. Ich fande die Häuser von außen schön. Zum Glück hatte man von den Häusern aus eine schöne Sicht auf Nagasaki. 

Als es dunkel wurde sind wir Abendessen essen gegangen. In Nagasaki gibt es ein berühmtes Chinesisches Restaurant. Das sieht auch echt sehr beeindruckend aus! Von innen hat man eine schöne Sicht auf Nagasaki, aber leider saßen wir nicht in Fensternähe. Das Essen war richtig lecker! Wir haben „Chanpon“ gegessen. Das kommt ursprünglich aus China und ist in Nagasaki sehr bekannt. Dazu noch Gyoza, das ist definitiv eins meiner Lieblingsessen! 

Zu Hause angekommen sind wir halb 10. Jeder ist total müde und vorallem meine Gastmutter da sie die ganze Strecke hin und zurück fahren musste. Ich bin aber sehr glücklich, dass sie mir meinen Wunsch Nagasaki anzusehen erfüllt hat!! Mir bleiben übrigens nur noch zwei wichen mit ihnen. Dann komme ich in meine nächste Gastfamilie 😮 Die Zeit vergeht wirklich immer schneller! 

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